IT ist ein zentraler Werttreiber – auch für KMU. Sie sorgt für effizientere Prozesse, neue Vertriebskanäle und bessere Services. Doch die entscheidende Frage bleibt:
Wie misst man den konkreten Beitrag der IT zum Unternehmenserfolg?
Genau das untersucht die Studie – und zeigt, welche Modelle heute wirklich relevant sind.
Die Kernprobleme
Die Literatur ist sich einig: Es gibt kein einheitliches Messmodell. Gründe dafür:
Zu wenig Transparenz über IT-Prozesse und deren Einfluss
Unklare Rollen zwischen IT-Controlling, IT-Governance und IT-Management
Zu abstrakte Frameworks, die KMU kaum anwenden können
Die wichtigsten modernen Ansätze
Aus 22 wissenschaftlichen Arbeiten (2015–2021) lassen sich drei praxistaugliche Trends ableiten:
1️⃣ Coevolutionary Framework
Verbindet Enterprise Architecture mit Business-IT-Alignment. Nutzen für KMU: bessere Prozesssicht, klare Ursache-Wirkungs-Beziehungen.
2️⃣ DoDAF 2.0 + BITA-Reifegradmodell
Strukturiert IT-Architektur und bewertet die Abstimmung zwischen IT und Business. Nutzen: ideal für KMU, die wachsen oder digital skalieren.
3️⃣ Multi-Level Reifegradmodell
Bewertet IT-Wertschöpfung auf mehreren Organisationsebenen. Nutzen: macht IT-Beiträge erstmals abteilungsübergreifend sichtbar.
Was bedeutet das für KMU?
IT-Wertschöpfung ist messbar – aber nur mit Struktur.
Prozesstransparenz ist der wichtigste Hebel.
Reifegradmodelle bieten einen guten Einstieg.
Kombinationen mehrerer Frameworks liefern die besten Ergebnisse.
Fazit
IT ist ein strategischer Werttreiber. Wer Prozesse sichtbar macht und IT sauber strukturiert, kann ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg klar messen – und gezielt steigern.
Zu diesem Thema wurde eine Studie am Institut für Wirtschaftsinformatik der Hochschule Heilbronn erstellt, die in vollständiger Form über den Steinbeis Verlag kostenlos als eBook heruntergerladen werden kann: